Immobilienbewertung im Erbfall: So wird Ihr Grundstück richtig bewertet und Steuern gespart

Wenn eine Immobilie im Erbfall, die Übergabe von Vermögen nach dem Tod einer Person, oft mit komplexen rechtlichen und steuerlichen Folgen verbunden ist anfällt, geht es nicht nur um Trauer – sondern auch um Zahlen. Das Finanzamt, die staatliche Behörde, die Erbschaftsteuer berechnet und einzieht legt oft einen Wert fest, der nicht dem tatsächlichen Marktpreis entspricht. Dabei ist die Immobilienbewertung, die objektive Ermittlung des Wertes einer Immobilie zu einem bestimmten Zeitpunkt der entscheidende Faktor, ob Sie tausende Euro mehr oder weniger an Steuern zahlen müssen. Der Stichtag, an dem der Wert bestimmt wird, ist nicht der Tag des Todes – sondern der Tag der Erbfolge, also meist der Tag der Übertragung ins Grundbuch. Viele Erben wissen das nicht – und zahlen zu viel.

Ein Gutachten, ein fachlich fundierter, von einem anerkannten Sachverständigen erstellter Wertnachweis von einem unabhängigen Immobilienexperten kann hier Abhilfe schaffen. Das Finanzamt akzeptiert solche Gutachten – vorausgesetzt, sie sind korrekt erstellt und belegen den tatsächlichen Wert zum richtigen Stichtag. Oft ist der Wert, den ein Gutachter feststellt, deutlich niedriger als der vom Finanzamt angenommene Wert, besonders bei älteren Häusern, ungewöhnlichen Grundstücken oder in weniger gefragten Lagen. Ein gutes Gutachten zeigt nicht nur den Wert – es zeigt auch, warum er so ist: durch Sanierungsbedarf, fehlende Erschließung, Schimmel oder andere Mängel, die das Finanzamt oft ignoriert. Und es vermeidet Streit unter den Erben. Wer glaubt, dass alle Kinder den gleichen Anteil bekommen, wenn das Haus einfach halbiert wird, irrt. Der Wert muss stimmen – sonst zahlt einer mehr Steuern, als er eigentlich müsste.

Es geht nicht darum, etwas zu verschleiern. Es geht darum, fair zu sein – und richtig zu rechnen. Die meisten Erben bekommen den ersten Brief vom Finanzamt und denken: "Das ist halt so." Dabei ist das nicht der Fall. Sie haben das Recht, einen eigenen Gutachter zu beauftragen. Und oft lohnt sich das: Eine Immobilienbewertung im Erbfall kostet zwischen 500 und 1.500 Euro – je nach Größe und Komplexität. Wenn das Finanzamt dadurch die Steuer um 10.000 Euro senkt, ist es eine Investition, die sich mehrfach amortisiert. Sie müssen auch nicht alles allein machen. Ein Steuerberater oder ein Fachanwalt für Erbrecht kann Ihnen sagen, ob ein Gutachten sinnvoll ist – und wie Sie es richtig einreichen.

Was Sie in dieser Sammlung finden, sind praktische Erfahrungen von Menschen, die genau hier gestanden haben: mit einem Haus im Erbfall, einem Brief vom Finanzamt und der Frage: "Was jetzt?" Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Stichtag richtig bestimmen, welche Unterlagen Sie brauchen, warum ein Gutachten oft schneller geht als ein langwieriger Streit – und wie Sie vermeiden, dass Ihre Erbschaft durch falsche Bewertungen aufgefressen wird.

Nießbrauch im Erbfall bei Immobilien: Die besten Gestaltungsmodelle für Steuerersparnis und Wohnsicherheit

Nießbrauch im Erbfall bei Immobilien: Die besten Gestaltungsmodelle für Steuerersparnis und Wohnsicherheit

Dezember 6, 2025 / Finanzen & Steuern / 9 Kommentare

Der Nießbrauch im Erbfall ermöglicht es, Immobilien steuerlich günstig an Erben zu übertragen, während der Eigentümer weiterhin wohnen und Mieten einziehen kann. Erfahre, wie die Gestaltungsmodelle funktionieren und wie du Fehler vermeidest.

Weiterlesen