Wenn Sie eine Immobilie kaufen, ist Notarzwang, die gesetzliche Pflicht, einen Notar für den Kaufvertrag und die Grundbucheintragung zu beauftragen. Auch bekannt als Zwang zur Notarbeauftragung, gilt er in Österreich und Deutschland für alle Grundstücks- und Wohnungskäufe – ohne Ausnahme. Es gibt keinen Weg daran vorbei, aber Sie können entscheiden, wie teuer oder günstig dieser Prozess wird. Viele denken, der Notar ist nur ein Formular-Unterzeichner. Tatsächlich ist er der einzige, der den Vertrag rechtssicher aufsetzt, die Finanzierung absichert und den Eigentumswechsel im Grundbuch einträgt. Und genau hier liegt die Chance: Ein guter Notar hilft Ihnen, Geld zu sparen – nicht nur durch korrekte Formulierungen, sondern durch strategische Entscheidungen, die Sie als Käufer oft gar nicht kennen.
Der Notarkosten, die Gebühren, die für die Beurkundung, die Grundbucheintragung und die Beglaubigung anfallen. Auch bekannt als Gebühren nach GNotKG, werden nach festen Sätzen berechnet – aber nicht alle Posten sind unumgänglich. Vertragsoptimierung ist der Schlüssel: Wenn Sie die beglaubigte Grundschuld nutzen, statt eine vollständige Grundschuld zu errichten, sparen Sie oft mehr als 2.000 Euro. Auch das Notaranderkonto, das viele als Standard akzeptieren, ist nicht notwendig. Es dient nur dem Notar als Sicherheit – nicht Ihnen. Ein guter Notar zeigt Ihnen, wie Sie ohne dieses Konto auskommen, ohne Risiko einzugehen. Und wer sagt, dass der Notar nur die Gesetze kennt? Wer die Landesbauordnung, die Abstandsflächen oder die Erbschaftsteuer kennt, kann auch beim Kaufvertrag punkten. Ein Notar, der nur Formulare abarbeitet, ist teuer. Ein Notar, der versteht, wie ein Bausachverständiger den Kaufpreis beeinflusst oder wie eine Dachbegrünung die Steuerlast senken kann, ist wertvoll.
Im Notarzwang steckt mehr Macht als Sie denken. Sie entscheiden, welchen Notar Sie beauftragen – nicht der Makler, nicht die Bank. Und Sie entscheiden, welche Klauseln im Vertrag stehen. Viele Käufer unterschreiben, was ihnen vorgelegt wird. Das ist riskant. Ein falsch formulierter Mängelanspruch, eine unklare Ausstattungsliste oder eine unnötige Sicherheitsleistung können später Tausende kosten. Die Artikel unten zeigen, wie Sie Verträge richtig optimieren, wie Sie die Grundschuld clever nutzen, wie Sie die Kosten aufteilen und warum ein Notar, der nur mit Zahlen arbeitet, Ihnen mehr schadet als hilft. Hier finden Sie keine Theorie – nur Praxis, die Ihnen im nächsten Kaufvertrag wirklich weiterhilft.
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