Top 10 Fehler beim Verkaufen auf eBay - und wie Sie sie beheben

Wenn Sie zum ersten Mal etwas auf eBay verkaufen, denken Sie vielleicht: Das ist doch einfach - Foto machen, Beschreibung schreiben, Preis festlegen, fertig. Doch Tausende Verkäufer erleben jeden Monat dasselbe: Ihre Artikel werden kaum gesehen, die Nachfrage bleibt aus, und am Ende bekommen Sie negative Bewertungen, obwohl Sie alles richtig gemacht zu haben glauben. Die Wahrheit ist: eBay hat sich verändert. Der Algorithmus belohnt nicht mehr nur günstige Preise, sondern präzise, detaillierte und vertrauenswürdige Listings. Und viele Verkäufer machen immer wieder dieselben Fehler - Fehler, die sich leicht vermeiden lassen.

1. Zu wenig oder schlechte Fotos

Der häufigste Fehler? Zu wenige Bilder. Viele Verkäufer laden nur zwei oder drei Fotos hoch - oft mit schlechter Beleuchtung, aus einem unvorteilhaften Winkel oder mit einem unordentlichen Hintergrund. eBay erlaubt bis zu 12 kostenlose Bilder pro Listing. Wer nur fünf nutzt, verliert bereits 40 % der möglichen Sichtbarkeit. Studien zeigen, dass Listings mit acht bis zwölf hochwertigen Fotos 43 % mehr Aufrufe erhalten und die Kaufwahrscheinlichkeit um 22 % steigt. Die Lösung ist einfach: Nutzen Sie ein weißes Tuch oder eine neutrale Unterlage, stellen Sie eine günstige LED-Beleuchtung (ab 20 €) auf, und machen Sie Fotos von allen Seiten. Zeigen Sie auch Details: Kratzer, Abnutzungserscheinungen, Etiketten, Innenseiten. Ein Bild, das zeigt, wie groß das Produkt wirklich ist (z. B. eine Münze daneben), erhöht das Vertrauen enorm. Laut eBay ist die Hauptbildqualität heute sogar wichtiger als der Titel - ein schlechtes Hauptbild kann die Klickrate um bis zu 300 % senken.

2. Unklare oder zu allgemeine Titel

Ein Titel wie „Schöner Rucksack“ ist ein Verkaufsflop. eBay sucht nach konkreten Suchbegriffen. Ein guter Titel enthält mindestens drei wichtige Keywords: Marke, Modell, Zustand, Größe und wichtige Merkmale. Beispiel: „Nike Air Max 90 Herrenschuhe Größe 43 Schwarz Neu mit Originalbox“. eBay erlaubt 80 Zeichen - nutzen Sie sie vollständig. Studien zeigen, dass Listings mit optimierten Titeln in 65 % mehr Suchergebnissen erscheinen. Nutzen Sie eBay’s Terapeak-Tool (kostenlos mit eBay-Store), um zu sehen, welche Begriffe in Ihrer Kategorie am häufigsten gesucht werden. Vermeiden Sie Wörter wie „neu“, „top“ oder „beste Qualität“ - sie sagen nichts aus. Konkretität gewinnt.

3. Zu kurze oder flache Beschreibungen

Die durchschnittliche Beschreibung auf eBay ist nur 47 Wörter lang. Das ist nicht genug. Ein optimaler Text hat 250-300 Wörter und beantwortet alle Fragen, die ein Käufer haben könnte: Wie groß ist das Produkt? Hat es Kratzer? Passt es zu anderen Geräten? Ist es original? Nutzen Sie Aufzählungspunkte - sie sind leichter zu lesen. Erwähnen Sie Maße exakt (z. B. „Brustweite 52 cm, Länge 70 cm“), nicht „passt für Größe M“. Beschreiben Sie jeden Makel, auch wenn er klein ist. Wer ehrlich ist, bekommt weniger Retouren. Wer keine Details nennt, bekommt negative Bewertungen. Wenn Sie keine Lust haben, jeden Text selbst zu schreiben, kann ein Produktbeschreibungs-Generator Ihnen helfen, professionelle Texte in Sekunden zu erstellen - ohne Copywriting-Kenntnisse.

4. Falsche Preisgestaltung

Viele Verkäufer verkaufen zu teuer - weil sie emotional an dem Gegenstand hängen - oder zu billig, um ihn schnell loszuwerden. Beides kostet Geld. Die richtige Strategie: Schauen Sie sich die „Zuletzt verkauft“-Filter an. Filtern Sie nach „Verkauft“ und „Gleiches Modell“ - dann sehen Sie, was Leute tatsächlich gezahlt haben. Ein Preis von 49,99 € bringt oft mehr Verkäufe als 50,00 € - das hat eBay in A/B-Tests bestätigt. Rechnen Sie alle Kosten durch: Einkaufspreis, eBay-Gebühren (10-12 %), Versandkosten, Verpackung, Ihre Zeit. Nur wenn der Gewinn nach Abzug aller Kosten noch stimmt, ist der Preis sinnvoll. Top-Rated-Seller haben durchschnittlich 18 % höhere Gewinnmargen als durchschnittliche Verkäufer - nicht weil sie billiger verkaufen, sondern weil sie cleverer preisen.

Organisierter Arbeitsplatz mit Checklist, Maßband und Verpackungsmaterialien für eBay-Verkäufer.

5. Schlechte Versandplanung

Ein Produkt kann perfekt sein - aber wenn es beschädigt ankommt oder zu spät versandt wird, ist die Bewertung ruiniert. eBay verlangt heute eine Bearbeitungszeit von 1-2 Tagen. Wer länger braucht, riskiert Sanktionen. Viele Verkäufer verwenden zu große Pakete oder zu wenig Polsterung. Ein T-Shirt passt in einen gepolsterten Versandbeutel - kein Karton nötig. Das spart Kosten und Zeit. Investieren Sie in gute Verpackungsmaterialien: Pufferfolie, Klebeband, Etiketten. Die Kosten pro Sendung liegen bei 0,85 bis 2,20 € - aber die Rücksendequote sinkt um 30 %. Nutzen Sie eBay’s integrierte Versandkalkulation - sie berechnet die günstigsten Optionen automatisch. Wer am selben Tag versendet, erhält 44 % mehr positive Bewertungen.

6. Fehlende Größenangaben bei Kleidung

Bei Kleidung ist der größte Grund für Retouren: falsche Größen. 78 % der Rücksendungen bei Frauenkleidung passieren, weil die Maße nicht angegeben wurden. Messen Sie nie auf einem Kleiderbügel - immer flach auf einem Tisch. Notieren Sie: Brustweite, Taillenweite, Hüftweite, Länge - in cm und Zoll. Geben Sie diese Daten in die „Artikeleigenschaften“ ein - nicht nur in die Beschreibung. Das ist entscheidend, denn eBay zeigt diese Felder direkt in der Suchergebnisliste. Ein Verkäufer, der Maße genau angibt, reduziert Retouren um 63 %. Das ist kein kleiner Vorteil - das ist ein Umsatz- und Zeitgewinn.

7. Verletzung von Urheberrechten (VERO)

Verwenden Sie Begriffe wie „Onesie“, „Velcro“ oder „Otterbox“ in Ihrem Listing? Dann riskieren Sie eine sofortige Löschung. eBay hat über 1.200 geschützte Begriffe, die automatisch erkannt werden. Das ist kein Fehler, den man „nur einmal“ macht - es ist ein Systemfehler, der Ihr Konto gefährden kann. Lösung: Nutzen Sie generische Begriffe. Statt „Otterbox Hülle für iPhone 15“ schreiben Sie: „Stoßfeste Handyhülle für iPhone 15, schwarz“. Prüfen Sie vor jedem Listing die aktuelle VERO-Liste auf eBay’s Website. Wer diese Regeln beachtet, reduziert Listing-Löschungen um 89 %.

Kontrast zwischen schlechtem und optimiertem eBay-Listing in Suchergebnissen mit Badge für Top-Rated-Seller.

8. Zu schnelles Hochladen - und damit Fehler

Ein Listing in 5 Minuten zu erstellen, klingt effizient - ist es aber nicht. Viele Verkäufer kopieren Beschreibungen oder Eigenschaften von anderen Anbietern - und übernehmen dabei Fehler. Ein Beispiel: Ein Listing zeigt ein schwarzes Kleid, aber die Eigenschaften sagen „weiß“. Das führt zu Retouren und schlechten Bewertungen. 41 % der neuen Listings enthalten mindestens einen solchen Widerspruch. Die Lösung: Erstellen Sie einen einfachen Checkliste-Workflow. Foto? → Maße? → Beschreibung? → Eigenschaften? → Preis? → Versand? → Kontrolle. Top-Rated-Seller brauchen dafür nur 2,3 Minuten mehr pro Artikel - aber haben 76 % weniger Fehler.

9. Ungeprüfte Lagerbestände

Sie haben nur ein Stück von etwas - aber es wird zweimal verkauft? Das passiert oft, wenn man mehrere Kanäle nutzt oder manuell die Bestände verwaltet. Das führt zu Absagen, Kundenwut und sogar Kontosperren. 49 % der Teilzeit-Verkäufer machen diesen Fehler. Lösung: Nutzen Sie ein einfaches Tool wie Inventory Source (ab 19 €/Monat) oder SellerCloud. Diese verbinden sich mit Ihrem eBay-Konto und aktualisieren den Lagerbestand automatisch, wenn ein Artikel verkauft wird. Das verhindert Überverkäufe und reduziert Lagerfehler um 68 %. Selbst wenn Sie nur 10 Artikel pro Monat verkaufen, lohnt sich das.

10. Keine Promotionen nutzen

Die meisten Verkäufer verkaufen einfach nur - ohne Werbung. Doch eBay bietet kostenlose und bezahlte Tools, die den Umsatz steigern. Ein Rabatt von 16 % auf einen Preis von 60 € (also 50,40 €) wirkt attraktiver als ein direkter Preis von 50 € - und der Gewinn bleibt gleich. Nutzen Sie eBay’s „Promoted Listings“-Funktion: Sie zahlen nur 2-4 % der Verkaufssumme, wenn jemand auf Ihr Angebot klickt. Top-Rated-Seller, die das nutzen, sehen durchschnittlich 34 % mehr Verkäufe. Auch Bündelangebote (z. B. „2 Tassen + Unterteller für 15 € statt 10 €“) erhöhen den durchschnittlichen Bestellwert um 29 %. Wer nichts macht, verliert - wer etwas tut, gewinnt.

Wie lange dauert es, ein eBay-Listing richtig zu erstellen?

Ein gut gemachtes Listing dauert zwischen 10 und 15 Minuten - wenn Sie alle Schritte befolgen: Fotos machen, Maße notieren, Titel optimieren, Beschreibung schreiben, Eigenschaften eintragen, Versand berechnen und prüfen. Wer mit einer Vorlage arbeitet oder ein Werkzeug wie einen Produktbeschreibungs-Generator nutzt, schafft es in 5-7 Minuten. Wichtig ist nicht die Geschwindigkeit, sondern die Genauigkeit.

Warum erscheint mein Listing nicht in den Suchergebnissen?

Das liegt meist an drei Dingen: schlechten Fotos, zu wenig Keywords im Titel oder falschen Artikeleigenschaften. eBay priorisiert Listings mit klaren, hochauflösenden Bildern und präzisen Suchbegriffen. Prüfen Sie, ob Ihr Titel mindestens Marke, Modell, Zustand und Größe enthält. Nutzen Sie den eBay-Terapeak-Filter, um zu sehen, welche Begriffe andere erfolgreiche Verkäufer nutzen. Auch eine zu lange Bearbeitungszeit (mehr als 2 Tage) kann die Sichtbarkeit senken.

Sollte ich immer „Neu“ als Zustand angeben?

Nein. Nur wenn das Produkt tatsächlich neu und ungeöffnet ist. Wenn es getragen, benutzt oder geöffnet wurde, ist es „gebraucht“ - und das müssen Sie ehrlich angeben. eBay erlaubt sogar Feinabstufungen wie „sehr gut“ oder „gut mit leichten Gebrauchsspuren“. Ehrlichkeit reduziert Retouren und schützt Ihren Ruf. Wer „neu“ vorgibt, obwohl es nicht stimmt, riskiert eine Sanktion.

Wie oft sollte ich meine Listings aktualisieren?

Aktualisieren Sie Ihre Listings nicht einfach, weil sie alt sind. Aber wenn ein Artikel lange nicht verkauft wurde (über 30 Tage), überprüfen Sie Titel, Fotos und Preis. Manchmal reicht ein neues Hauptbild oder eine kleine Preisanpassung, um wieder Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch wenn sich die Nachfrage ändert (z. B. neue Modelle kommen auf den Markt), sollten Sie Ihre Beschreibungen anpassen.

Was passiert, wenn ich zu viele Retouren habe?

Zu viele Retouren führen zu einer niedrigeren Verkäuferleistung und können Ihre Sichtbarkeit in Suchergebnissen senken. eBay berechnet Ihre Retourenquote - wenn sie über 5 % liegt, wird Ihr Konto überprüft. Die Lösung: Machen Sie Ihre Beschreibungen detaillierter, zeigen Sie genaue Fotos, geben Sie Maße an und beschreiben Sie jeden Makel. Wer ehrlich ist, bekommt weniger Retouren - und mehr positive Bewertungen.

Januar 13, 2026 / Wohnen und Einrichten /