Autarkiegrad berechnen: So ermittelst du deine Energieunabhängigkeit

Der Autarkiegrad, der Anteil des eigenen Energiebedarfs, der durch lokale Erzeugung gedeckt wird. Auch als Eigenverbrauchsquote bezeichnet, zeigt er, wie unabhängig du von externen Stromlieferanten bist. Wenn du eine Solaranlage auf dem Dach hast, aber den ganzen Tag den Kühlschrank und die Heizung vom öffentlichen Netz betreibst, ist dein Autarkiegrad niedrig. Mit einem Stromspeicher, einem System, das überschüssigen Solarstrom speichert, um ihn später zu nutzen steigt er – oft deutlich. Und wenn du deine Waschmaschine erst nachmittags anschaltest, wenn die Sonne scheint, dann steigt er nochmal. Es geht nicht um perfekte Technik, sondern um kluge Nutzung.

Der Eigenverbrauch, die Menge an selbst erzeugtem Strom, die direkt im Haushalt verbraucht wird ist der wichtigste Baustein. Du kannst ihn nicht einfach ablesen – du brauchst Zahlen von deiner Zähleranlage: Wie viel Strom hat deine Solaranlage erzeugt? Wie viel davon hast du wirklich genutzt? Und wie viel hast du ins Netz eingespeist? Die Formel ist einfach: Autarkiegrad = (Eigenverbrauch / Gesamtverbrauch) × 100. Hast du 4.000 kWh verbraucht und 3.200 kWh davon selbst produziert und genutzt? Dann hast du einen Autarkiegrad von 80 %. Das ist mehr als die meisten Haushalte erreichen. Ein Solaranlage, eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht, typischerweise auf dem Dach installiert ohne Speicher bringt dir oft nur 30–40 % Autarkie. Mit einem Speicher und ein bisschen Verhaltensänderung – etwa die Spülmaschine nachmittags laufen zu lassen – kannst du leicht über 60 % kommen. Viele denken, sie brauchen eine riesige Anlage. Aber es ist weniger die Größe, als die Abstimmung: Wie viel du verbrauchst, wann du verbrauchst, und wie du den Überschuss nutzt.

Der Autarkiegrad ist kein theoretisches Konzept. Er ist eine klare Zahl, die dir zeigt, ob deine Investition in Solar und Speicher wirklich lohnt. Du kannst ihn nicht nur für dein ganzes Haus berechnen, sondern auch für einzelne Räume oder Geräte. Einige Hausbesitzer messen ihren Autarkiegrad sogar monatlich – und passen ihr Verhalten an. Wer im Winter weniger Strom verbraucht, weil er die Heizung runterdreht, hat im Sommer einen höheren Anteil an selbst genutztem Solarstrom. Es ist kein Wettbewerb, sondern eine persönliche Bilanz. In den folgenden Beiträgen findest du konkrete Beispiele, wie andere ihre Werte verbessert haben – mit einfachen Mitteln, ohne teure Nachrüstungen. Du siehst: Es geht nicht darum, komplett abzuschotten. Es geht darum, mehr von dem zu nutzen, was du selbst erzeugst.

Photovoltaik und Speicher im Einfamilienhaus: So berechnen Sie Ihren tatsächlichen Autarkiegrad

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Dezember 4, 2025 / Bauen und Renovieren / 10 Kommentare

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