Bei Elektroplanung, die systematische Gestaltung der elektrischen Anlage in einem Gebäude, von der Verteilung bis zur Sicherheit. Auch als Stromplanung bekannt, ist sie der unsichtbare Kern jedes modernen Zuhauses – und entscheidet darüber, ob Ihre Sanierung später funktioniert oder teure Nacharbeiten braucht. Viele denken, Elektroplanung bedeutet nur, Steckdosen zu verteilen. Doch das ist nur der Anfang. Eine richtige Elektroplanung berücksichtigt, wo Sie später Smart-Home-Geräte brauchen, wie viel Leistung Ihre Wärmepumpe zieht, und ob Ihr Dachfenster mit einer automatischen Jalousie ausgestattet wird – denn all das braucht Strom, und zwar am richtigen Ort, mit der richtigen Leitung und abgesichert durch den passenden Sicherungsautomat.
Was viele nicht wissen: Die DIN 18015, die deutsche Norm für die elektrische Ausstattung von Wohngebäuden. Auch als Elektro-Norm bezeichnet, legt fest, wie viele Steckdosen in welchem Raum nötig sind – und warum eine Küche mit nur drei Steckdosen heute schon nicht mehr ausreicht. Wer seine Wohnung sanieren will, muss die Elektroplanung mit dem Dämmkonzept, der Heizung und sogar der Fensterinstallation abstimmen. Ein Beispiel: Wenn Sie eine Außendämmung einbauen, muss der Fensteranschlag mit der Elektroinstallation koordiniert werden – sonst läuft das Kabel durch die Dämmung, und das ist nicht nur unschön, sondern gefährlich. Und wer eine Wärmepumpe einbauen will, braucht nicht nur eine stärkere Leitung, sondern auch einen eigenen Stromkreis mit separater Absicherung – sonst springt der Hauptschalter bei Kälte immer wieder ab.
Die Sicherheitsnormen, die Regeln, die elektrische Anlagen vor Überlastung, Kurzschluss und Berührung schützen. Auch als Elektrosicherheit bekannt, sind nicht nur ein Gesetz, sondern Ihre Lebensversicherung im Haus. In Altbauten aus den 70er Jahren sind oft noch Sicherungen aus Leitungsmaterialien ohne modernen Fehlerstromschutz. Das ist nicht nur veraltet – es ist riskant. Eine Sanierung mit Elektroplanung bedeutet also nicht, alles neu zu machen, sondern gezielt zu ergänzen: Wo brauche ich einen FI-Schalter? Wo muss ein separate Leitung für die Küche laufen? Und wo kann ich heute schon Kabel für zukünftige Ladestationen verlegen, ohne später die Wände aufzumachen? Die Antwort darauf steht nicht in einem Buch, sondern in der konkreten Nutzung Ihres Zuhauses. Deshalb gibt es in dieser Sammlung keine abstrakten Theorien – nur echte Fälle: von der Sanierung eines Dachgeschosses mit neuen Fenstern und integrierter Beleuchtung bis zur Umstellung einer ganzen Wohnung auf Smart-Home-Technik, ohne dass die Elektroplanung überlastet wird.
Was Sie hier finden, sind keine allgemeinen Ratgeber – sondern konkrete Anleitungen, die zeigen, wie Elektroplanung in der Praxis funktioniert: mit Zahlen, mit Materialien, mit Fehlern, die andere gemacht haben – und mit Lösungen, die funktionieren.
Leerrohre und Reserveleitungen sind die unsichtbare Grundlage jeder zukunftssicheren Elektroplanung. Sie sparen Kosten, vermeiden Abbruch und machen Ihr Haus fit für Smart Home, Glasfaser und mehr - ohne teure Nacharbeiten.
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